Eine Tour durch Obergail

Ich habe eine Wandertour durch das überschaubare Örtchen Obergail unternommen und dabei meine persönlichen Eindrücke dokumentiert. Es ist erstaunlich, was ich im Rahmen meiner kurzen Dorfbegehung alles gesehen und erlebt habe. Begleitet mich auf meinem Fußmarsch durch Obergail!

Ich starte beim alten Bauernhaus „Hepi Lodge“. Nach nur wenigen Schritten wandert mein Blick instinktiv Richtung Tal. Der Ausblick von hier ist atemberaubend schön. Zurzeit sind Teile der Landschaft noch mit Schnee bedeckt, dieser gibt der Szenerie ein ganz individuelles Muster. Einige landwirtschaftliche Flächen ziehen sich zwischen den großflächigen Wäldern auf. Das Tal sieht wie ein großer Fleckenteppich aus, der zwischen den Bergen verläuft und nur durch wenige Gebäude und Straßen unterbrochen wird. Natur pur.

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Ausblick Richtung Tal von der „Hepi Lodge“ aus

Ich gehe weiter die schmale Straße entlang in Richtung des nahegelegenen Wanderhofs „Eggeler“. Man erkennt sofort, dass Obergail wie eine typische Streusiedlung strukturiert ist. Die meisten Höfe stehen einige Gehminuten voneinander entfernt. Dazwischen erstrecken sich nur Wiesen, Hügel und Wälder. Kein Vergleich zur baulichen Dichte der Großstädte. Das macht aber nichts, denn während meines Fußmarschs von Hof zu Hof kann ich das mich umgebende Gelände noch viel besser wahrnehmen. Es herrscht eine sehr ruhige, romantische Atmosphäre in dem kleinen Örtchen.

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Typische Siedlungsstruktur in Obergail

Am „Eggeler-Hof“ angekommen, fällt mir der bauernhoftypische Geruch auf. Hier werden bestimmt Tiere gehalten. Meine Vermutung wird auch prompt bestätigt, als mir Felician Windbichler, der hiesige Bürgermeistersohn, stolz seinen Stall zeigt. Links von mir sind neun stattliche Kühe aufgereiht, rechts sehen mich zwei kleine Kälber mit großen Augen an. Das kleinere Kalb ist noch sehr verspielt. Als ich es streicheln will, versucht es sofort, meine Hand abzulecken. Dann springt es aufgeregt im Kreis und trifft das andere Kalb fast mit den Hufen. Daneben liegt völlig teilnahmslos eine scheinbar ältere Ziege, die mich nur eines kurzen Blickes würdigt.

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Die Kühe am „Eggeler-Hof“
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Ein Kalb schleckt meinen Rucksack ab

Ich gehe den Weg, den ich zum „Eggeler-Hof“ hochgegangen bin, wieder zurück und setze meine Erkundungstour durch Obergail fort. Sogleich springt mir eine große Tafel ins Blickfeld, auf der die freundliche Nachricht „Grüß Gott in Obergail“ steht. Ich fühle mich in dem Ort einfach willkommen, was vor allem auch der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Obergailer*innen geschuldet ist. Alle grüßen mich und wenn ich auf eine/n Obergailer*in zugehe, werde ich gleich gefragt, wie man mir denn weiterhelfen könne.

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Tafel am Ortseingang von Obergail

Eine Rechtskurve weiter erwartet mich ein kleines „Bildstöckl“.

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Das Obergailer „Bildstöckl“

Wenig später sehe ich dann auch einige Schäden, die der Sturm in den letzten Wochen angerichtet hat. Ein Teil der oberen Straße ist regelrecht abgebrochen und den Hang hinuntergerutscht. Durch die Abtragung des Erdreiches wurden bei ein paar Bäumen die Wurzeln freigelegt. Trotz der Sturmschäden lässt man sich in Obergail aber nicht unterkriegen. „Das Leben geht immer weiter. Jammern bringt einen auch keinen Schritt nach vorn“, so ein gebürtiger Obergailer.

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Sturmschäden in Obergail

Das Alpenhotel „Wanderniki“ habe ich gerade hinter mir gelassen. Hangabwärts, hinter einem hohen Zaun, steht eine Gruppe Rotwild. Aufmerksam schauen mich die Tiere aus der Entfernung an, während ich vorbeigehe. Sie lassen mich nicht aus den Augen. Mein Blick hingegen schweift über zugeschneite Wiesen, hohe Bäume, einen kleinen Bach, der leise vor sich hin plätschert, bis zu einem Haus, das sich architektonisch doch etwas von den übrigen Gehöften unterscheidet, die ich bisher in der Ortschaft gesehen habe. Es wirkt moderner. Ich sehe, wie eine junge Mutter mit ihrem kleinen Kind und dem Hund vom Haus weg auf einen Spaziergang geht.

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Eine Gruppe Rotwild
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Ein „moderner“ Hof in Obergail

Mein Spaziergang endet schließlich beim „Mühlenstüberl“. Das ist eine Hofschenke, die sich am Dorfrand befindet. Hier werde ich erstmal eine kurze Pause einlegen, bevor es wieder zurück zur „Hepi Lodge“ geht. Meine ersten Eindrücke, die ich von Obergail gewinnen konnte, stimmen mich sehr positiv. Der Ort liegt zwar recht abgelegen, aber dafür finde ich hier eine unvergleichbar schöne Landschaft, eine ruhige und entspannte Dorfatmosphäre, und auch das Gemeinschaftsbewusstsein scheint hier sehr stark ausgeprägt zu sein. Obergail ist einen Besuch wert. Auf jeden Fall.

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Das „Mühlenstüberl“

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